Vergangenen Donnerstag, am 09. November, fand bei uns der 4. Bonner Wein Slam statt.

Beim Wein Slam stellen 4 Personen, sogenannte Slammer, ihren Wein der Wahl vor. Dabei geht es allerdings nicht primär um den Wein und dessen Qualität, sondern um die ganz persönliche Geschichte. Wie kam der jeweilige Slammer zu genau diesem? Meist geht es dabei um die ganz persönliche Bindung und die Erinnerungen an besondere Momente. Das Publikum darf aber nicht nur zuhören, sondern auch währenddessen den vorgestellten Wein kosten. Am Ende des Abends wird die beste Geschichte gekürt.

Veranstalter dieses außergewöhnlichen Formates ist Andreas Archut, der bereits ähnliche Eventreihen wie Was mit Wein oder den Wein Bachelor etabliert hat.

Dieses Mal dominierte das weibliche Geschlecht und so durften wir 3 Damen und einen Herren als Slammer begrüßen.

Wein in 4 Akten

Den Anfang machte Dr. Elisabeth Mettke, die bereits Bühnenerfahrung als Science Slammerin gesammelt hat. Als einzige mit Weißwein im Gepäck erzählte sie über ihren Umzug von Berlin ins Rheinland und wie sie dadurch die Liebe zum Wein fand. Doch sie lernte nicht nur den Wein lieben, sondern auch ihren jetzigen Partner. Obwohl Elisabeth keinen Qualitätswein präsentierte, konnte ihre rührselige Geschichte das kritische Publikum überzeugen. Sie ging als stolze Gewinnerin des Abends nach Hause.

Als nächster betrat Reinhard Sentis, Pressesprecher des Bonner Münster, die Bühne.  Er präsentierten einen Wein mit ungewöhnlichem Namen: Kapitellchen.  Namensgeber sind die einzelnen Kapitelle des Münsterkreuzgangs und mit jeder verkauften Flasche werden 1,50 € an die Bonner Münster-Stiftung und den Bonner Münster-Bauverein gespendet, um die Sanierungen zu finanzieren.

Danach folgte Sonnhild Schretzmann, die nicht nur eine wahre Rarität, sondern auch eine charmante Geschichte bereithielt. Ende der 90er Jahre reiste sie mit ihrer Tochter durch Frankreich und durch Umwege fanden sie das für sie ganz besondere Weingut Thénard. Der Wein hat sie nie ganz losgelassen und blieb bis heute in ihrer Erinnerung. Für den Wein Slam machte Sonnhild einen ganz edlen Tropfen ausfindig: einen 2001er Givry Cellier aux Moines. Das Publikum war begeistert!

Zu guter Letzt war Birgit Eschbach an der Reihe. Zwei Tage vor Sessionsbeginn blieb das Thema Karneval natürlich nicht aus. Mit kostümierter Unterstützung sorgte Birgit für gute Stimmung und erzählte von ihrer persönlichen Bindung zu Königswinter (nicht davor und nicht dahinter). Doch sie dankte auch Sonnhild, denn so einen leckeren, raren Wein habe sie zuvor noch nie trinken dürfen.

Sie interessieren sich für Wein und Kultur? Dann schauen Sie hin und wieder auf Was mit Wein. Andreas Archut veranstaltet in regelmäßigen Abständen schöne Wein-Events! Wir freuen uns bereits auf die nächste Veranstaltung.