Wie wird eigentlich Roséwein hergestellt?

Viele Laien, die sich nicht mit Weinen auskennen, glauben, dass Rosé eine Mischung aus rotem und weißem Wein ist – das ist allerdings gar nicht wahr. Aufgrund dessen erscheint er vielen Menschen suspekt. In Wahrheit ist Rosé ein sehr heller Wein, der zwar aus roten Trauben, aber so wie Weißer hergestellt wird. Wie Rosé gewonnen wird und was ihn so besonders macht, erklären wir Ihnen im heutigen Blogbeitrag.

Streng nach Weingesetz

Rosé ist ein klassisches Getränk im Sommer, genauso wie sein weißer Bruder. Beide Weine werden in der Regel gekühlt gehalten oder als fruchtige und spritzige Erfrischung zu Fisch- oder Geflügelgerichten serviert. In der Regel sind sie auch leichter als Rotweine – mit 10 Volumenprozenten statt wie sonst üblich 14 Promille. Streng genommen stimmt das Gerücht, dass Roséwein aus rotem und weißen Wein besteht – das ist allerdings bei günstigen, nicht europäischen Weinen so. Hierzulande wird Rosé mithilfe verschiedener Verfahren hergestellt und es gilt bestimmte Regeln, die nicht verstoßen werden dürfen. Grundlage dessen ist das Weinrecht, das dem Reinheitsgebot für Bier ähnelt.

Herstellungsprozess des Rose-Weins

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass der Saft von roten, blauen und weißen Trauben stets hell ist. Für die Farbe des Rotweins ist die Schale verantwortlich. Dieser wird beispielsweise mit Schale zerstampft und gegoren, so dass der Schale der Farbstoff entzogen wird und sich die Flüssigkeit dunkelrot färbt. Weißwein wird ohne Schale gegoren, daher färbt sich die Flüssigkeit auch nicht.

In der Regel wird das Edelgetränk aus roten oder blauen Trauben gewonnen. Wie beim Weißwein werden die Schalen der Trauben schnell entfernt, bereits nach einigen Tagen oder sogar Stunden. Je länger die Schalen im Most, also dem gestampften Saft, liegen, desto dunkler wird der Rosé. Wird die Schale also schnell entfernt, so entstehen sehr helle Weine. Oft ist Rosé auch ein Nebenprodukt bei der Rotweinherstellung. Nach 12 bis 48 Stunde in der Maische wird ein Teil des Saftes abgezapft und zu Rosé weiterverarbeitet.

Rose: Verschieden und doch gleich

Nicht zu verwechseln mit dem Rosé sind Rotlinge und Schillerweine, die sich zwar allesamt ähnlich sehen, in der Herstellung jedoch unterscheiden. Diese beiden Varianten werden aus roten und weißen Trauben gekeltert, die vorher zusammengefügt werden. Ein weiterer ähnlicher Kandidat ist der Weißherbst, der de facto ein Rosé ist, allerdings zu 100% aus derselben Rebsorte aus der gleichen Lage gewonnen werden muss. Diese verschiedenen Sorten haben alle verschiedene Färbungen, schillern verschieden und bilden die gefühlt die gesamte Farbpalette von Weiß bis Rot ab.

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