Tipps für die Weinverkostung

Zu einem guten Essen gehört immer auch ein guter Wein dazu. Nicht selten verfügen Restaurants aus diesem Grund über eigene Sommeliers, die die Gäste bei der Auswahl ihrer Weine beraten. Ein guter Wein braucht aber kein Drei-Gänge-Menü, um seinen vollen Geschmack entfalten zu können. Im Gegenteil: Bei einer Weinverkostung werden Ihnen verschiedene Weine angeboten, deren Aromen Sie mit all Ihren Sinnen wahrnehmen können; ohne von anderen Speisen beeinträchtigt zu werden. Aus diesem Grund reichen Winzer zu ihren Weinen in der Regel nur stilles Wasser und etwas Weißbrot zum Neutralisieren. Wer einen Wein jedoch noch nie richtig verkostet hat, wird sich bei einer Weinprobe schnell überfordert fühlen. Worauf muss man achten? Welche Tabus sollten dringend vermieden werden und wie wird der Wein zu einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis? Wir geben Tipps und Ratschläge für eine gelungene Weinverkostung.

Weinverkostung mit allen Sinnen

Damit Ihre Geschmackssinne optimal auf die Weinprobe vorbereitet sind, empfiehlt es sich, diese auf nüchternen Magen durchzuführen. Gleichzeitig sollte man jedoch auch nicht den ganzen Tag hungern, wenn die Weinprobe für den Abend geplant ist, denn auch ein knurrender Magen kann den Geschmackssinn abstumpfen. Desweiteren sollte man darauf achten, die Weine in der richtigen Reihenfolge zu kosten. Diese sieht in der Regel wie folgt aus: Weißweine werden vor Rotweinen probiert, trockene Weine vor lieblichen und leichte vor schweren. Auch hinsichtlich der Qualität sollten Sie sich langsam steigern: Trinken Sie junge Weine vor älteren und günstigere vor den hochpreisigen.

Und auch wenn Sie es im Rahmen einer privaten Weinprobe nur gut mit Ihren Gästen meinen: Schenken Sie das Glas nicht zu voll ein, etwas weniger als ein Viertel reicht bereits. Außerdem bietet es sich mitunter an, den Wein nach der Verkostung in einen dafür vorgesehen Behälter auszuspucken. So behalten Sie nicht nur einen klaren Kopf, sondern können auch die Aromen der einzelnen Weine viel besser schmecken.

Eine Weinverkostung ist ein Erlebnis für die Sinne, das sich aus drei Komponenten zusammensetzt: Zunächst nimmt man den Wein mit den Augen wahr, anschließend genießt man seinen Geruch und zu guter Letzt darf man den edlen Tropfen endlich mit dem Mund schmecken. Jeder einzelne Schritt ist unerlässlich, um das volle Geschmackserlebnis zu erfahren.

Ein gedeckter Tisch mit Käse, Rotwein und Brot.

Auch wenn in einer geselligen Runde für das leibliche Wohl gesorgt sein sollte – bei einer Weinverkostung haben Speisen nichts zu suchen. Diese können die Geschmackswahrnehmung erheblich beeinträchtigen.

Sehen

Der erste Eindruck zählt – das gilt in so vielen Situationen. Und auch bei der Weinverkostung scheint dieser enorm wichtig zu sein. Getreu dem Motto „Das Auge isst mit“, hat unser Sehorgan auch bei der Beurteilung eines guten Weins ein Wörtchen mitzureden. Prüfen Sie also zunächst die Farbe des Weins. Schauen Sie dazu am besten von oben in das Glas und halten Sie dieses dabei in einem 45 Grad-Winkel. Bei Rotweinen müssen Sie wissen, dass junge Weine meist einen glänzenden Rand aufweisen, der violett oder bläulich schimmert. Erst mit zunehmendem Alter verschwindet dieser und wird von einem durchgehenden Rot abgelöst, das bei schweren Weinen dunkler und bei leichten entsprechend heller ausfällt.  Erreicht der Rotwein seinen geschmacklichen Höhepunkt, lassen sich bräunliche Spiegelungen erkennen. Der Wein sollte zu diesem Zeitpunkt getrunken und nicht noch länger gelagert werden, da seine Qualität danach wieder abnimmt.

Bei Weißweinen verrät die Farbe mehr über den Geschmack als über das Alter. Ein heller Wein schmeckt meist leicht und frisch, während ein mattes, kräftigeres Gelb einen vollmundigeren Geschmack verspricht. Weißweine, die schon fast gold- oder bernsteinfarben wirken, schmecken süß.

Riechen

Im nächsten Schritt halten Sie das Glas schräg in Ihrer Hand und lassen es vorsichtig kreisen.  So werden mehr Aromastoffe freigesetzt, die Sie riechen  können, wenn Sie das Glas nah an Ihre Nase halten oder diese tief ins Glas stecken. Viele der im Wein enthaltenen Aromen sind flüchtige Geruchssubstanzen, die man nicht schmecken kann. Diesem Teil der Weinverkostung kann man also gar nicht genug Bedeutung beimessen. Obwohl man Weißwein gekühlt bei 9-10 Grad und Rotwein bei 18 Grad serviert, können Sie den Wein  etwas anwärmen. Wenn Sie Ihre Handflächen um das Weinglas legen, kann der edle Tropfen sein volles Bouquet entfalten. Versuchen Sie, sich dem Geruchserlebnis ganz hinzugeben und einzelne Komponenten zu erkennen. Den angenehmen Duft des Gewürztraminers, der an Litschi und Rosenblätter erinnert, erkennen auch Ungeübte in den meisten Fällen.

Schmecken

Probiert man den Wein im Anschluss, bestätigt der Gaumen oft den Eindruck, den man durch das Riechen gewonnen hat. Besonders erlesene, komplexe Weine können hier mit zusätzlichen Noten überraschen, die der Nase bislang verborgen blieben. Um in den vollen Genuss zu kommen, empfiehlt es sich, einen großen Schluck zu nehmen und den gesamten Mundraum über etwa 15 Sekunden mit dem Wein zu benetzen. Dabei bemerkt man zunächst, ob man es mit einem säurebetonten oder mit einem etwas süßeren Wein zu tun hat. Erst danach nimmt man weitere Aromen wahr. Natürlich sollte man auch auf den Abgang achten. Wie lange und wie intensiv bleibt der Weingeschmack im Mund erhalten? Erfüllt er den gesamten Mund? In diesem Fall spricht man von einem großen Volumen. Wer den Wein noch lange am Gaumen schmeckt, kann sich sicher sein, dass er in den Genuss eines besonders edlen Tropfens gekommen ist.

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